
Kindergarten Stangenroth St. Sebastian zu Besuch im Seniorenheim Rhönblick
11. Mai 2026
Mit großer Freude und Dankbarkeit wurde unsere Hospiz-Wohngruppe „Albert Schweitzer“ in Burkardroth offiziell eröffnet und feierlich gesegnet. Dieser Tag war weit mehr als die Einweihung einer Wohngruppe – er war ein bewegender Moment voller Menschlichkeit, Würde und Hoffnung.
Die Hospiz-Wohngruppe entstand aus dem Wunsch heraus, Menschen in ihrer letzten Lebensphase einen Ort zu schenken, an dem sie sich sicher, geborgen und angenommen fühlen dürfen. Einen Ort, an dem nicht die Krankheit im Mittelpunkt steht, sondern der Mensch mit seinen Bedürfnissen, Wünschen und seiner Geschichte.
Nach vielen Jahren intensiver Planung und Vorbereitung ist mit der Hospiz-Wohngruppe ein Herzensprojekt von Dr. Höhn und dem Hospizverein Wirklichkeit geworden. Hier finden schwerstkranke Menschen ein Zuhause auf Zeit, begleitet von einem engagierten Team, das ihnen mit Respekt, Fürsorge und Zuwendung begegnet.
Besonders wichtig ist uns dabei die familiäre Atmosphäre. Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen nicht nur professionell versorgt werden, sondern vor allem Nähe, Zeit und Geborgenheit erfahren. Denn gerade in den letzten Lebensmomenten sind menschliche Wärme, liebevolle Begleitung und das Gefühl, nicht allein zu sein, von unschätzbarem Wert.
Getragen wird unsere Arbeit von einem Gedanken, der die Hospizbewegung seit vielen Jahren prägt:
„Den Tagen mehr Leben geben und dem Leben mehr Tage.“
Dieser Satz beschreibt, worum es uns geht. Nicht die Anzahl der verbleibenden Tage steht im Mittelpunkt, sondern deren Qualität. Jeder Mensch soll die Möglichkeit haben, die ihm verbleibende Zeit selbstbestimmt, würdevoll und in Gemeinschaft zu erleben.
Die feierliche Segnung durch Pfarrerin Jacqueline Barraud-Volk und Diakon Christoph Glaser verlieh diesem besonderen Tag einen würdigen Rahmen. Gemeinsam mit zahlreichen Gästen aus Politik, Gesundheitswesen und der Region wurde deutlich, wie wichtig dieses Angebot für die Menschen in unserem Landkreis ist.
Dabei erinnert uns auch ein Gedanke der Autorin von Carly Brown an das Wesentliche:
„Eines Tages werden wir alle sterben. Aber an allen anderen Tagen werden wir leben.“
Dieser Satz bringt auf berührende Weise zum Ausdruck, was Hospizarbeit bedeutet. Es geht nicht um das Sterben allein. Es geht um das Leben – bis zuletzt. Um gemeinsame Momente, Gespräche, Lachen, Erinnerungen, Nähe, Gerüche und die kleinen Augenblicke, die jedem Tag Bedeutung schenken.
Die Hospiz-Wohngruppe „Albert Schweitzer“ steht für eine neue Form der Versorgung: persönlich, würdevoll und auf die individuellen Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt. Sie ergänzt die bestehende Palliativversorgung in der Region und schafft einen Ort, an dem Leben bis zuletzt lebenswert bleiben darf.
Unser Dank gilt allen, die dieses Projekt mit ihrem Engagement, ihrer Unterstützung und ihrem Vertrauen möglich gemacht haben. Gemeinsam haben wir einen Ort geschaffen, der Menschen in einer besonders sensiblen Lebensphase begleitet – mit Herz, Respekt und Menschlichkeit.
Denn manchmal sind es nicht die großen Dinge, die zählen, sondern Nähe, Zeit und Geborgenheit.










