
Eröffnung der Albert-Schweitzer-Hospiz-Wohngruppe im Seniorenheim Rhönblick in Burkardroth
9. März 2026
Die Digitalisierung eröffnet der Pflege neue Möglichkeiten, um Arbeitsabläufe zu verbessern und Mitarbeitende gezielt zu entlasten. Ein Beispiel dafür ist das Projekt KiPf – Kompetenzcluster Innovative Pflege, das den Einsatz moderner Technologien in Pflegeeinrichtungen erprobt und weiterentwickelt.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention gefördert und verfolgt das Ziel, innovative Lösungen für den Pflegealltag zu schaffen. Dabei steht immer der Mensch im Mittelpunkt: Technik soll Pflegekräfte unterstützen und ihnen mehr Zeit für die direkte Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner ermöglichen.
Zusammenarbeit mit dem ZTM
Ein wichtiger Partner im Projekt ist das ZTM – Ihre Experten für digitale Gesundheit und Telemedizin. Gemeinsam wird untersucht, wie Robotik und digitale Anwendungen sinnvoll in Pflegeeinrichtungen integriert werden können. Die Erfahrungen aus der Praxis fließen direkt in die Weiterentwicklung der Technologien ein. Gefördert wird das Ganze vom Bayrischen Staatsministerium Gesundheit, Pflege und Prävention.
Entlastung im Alltag
Ein konkreter Einsatzbereich der Robotik liegt in der Unterstützung der Reinigungskräfte. Dadurch entsteht eine spürbare Entlastung im Arbeitsalltag. Ziel ist es vor allem, Reinigungsarbeiten am Wochenende weitgehend durch Robotik zu unterstützen, sodass Reinigungskräfte möglichst keinen Wochenenddienst leisten müssen.
Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel ist jede Maßnahme wichtig, die Mitarbeitenden den Arbeitsalltag erleichtert und zu einem besseren Arbeitsklima beiträgt.
Technischer Support und digitale Unterstützung
Der technische Support wird durch die Startseite – ITcare Technik sichergestellt. Damit die Mitarbeitenden die neuen Technologien einfach und sicher nutzen können, werden sie aktiv in den Prozess eingebunden.
Ein innovativer Bestandteil ist die Nutzung von QR-Codes direkt an den Geräten. Mitarbeitende können diese mit dem Smartphone scannen und erhalten sofort Zugang zu kurzen Erklärvideos, in denen gezeigt wird, wie der Roboter bedient oder gereinigt wird. So wird Wissen schnell, verständlich und jederzeit verfügbar vermittelt.
Transparenz für Bewohner, Angehörige und Mitarbeitende
Die Einführung neuer Technologien in der Pflege erfolgt bewusst transparent. Vor dem Einsatz werden Gespräche geführt und geklärt, ob Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige sowie Mitarbeitende mit der Nutzung der Technik einverstanden sind. Offenheit und Einbindung aller Beteiligten sind entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung.
Digitalisierung als Chance für die Pflege
Auch die Frage der Refinanzierung spielt eine wichtige Rolle. Digitale Lösungen können langfristig helfen, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten, Mitarbeitende zu entlasten und den Pflegeberuf attraktiver zu machen.
Das Ziel ist klar: Durch Digitalisierung soll nicht zusätzlicher Druck entstehen, sondern Entlastung, Motivation und neue Begeisterung für den Pflegeberuf.
Gemeinsam die Pflege weiterentwickeln
Die Initiatoren des Projekts wünschen sich, dass sich noch mehr Einrichtungen aktiv an solchen Entwicklungen beteiligen. Nur durch gemeinsames Engagement kann es gelingen, die Rahmenbedingungen in der Pflege so zu gestalten, dass Freude an der Arbeit, ein wertschätzendes Miteinander und ein entspanntes Arbeitsklima entstehen.
Denn moderne Technik kann die Pflege nicht ersetzen – aber sie kann dazu beitragen, dass Pflegekräfte wieder mehr Zeit für das haben, was wirklich zählt: den Menschen.





